Wiesbadener Kita Europaviertel erhält 1000 Euro für Ausbau des MINT Labors

Wiesbadener Kita Europaviertel erhält 1000 Euro für Ausbau des MINT Labors
Wiesbadener Kita Europaviertel erhält 1000 Euro für Ausbau des MINT Labors | Bild: Stadt Wiesbaden

Die städtische Kindertagesstätte Europaviertel in Wiesbaden hat am Donnerstag, 5. März 2025, eine Spende in Höhe von 1000 Euro für den Ausbau ihres MINT Labors entgegengenommen. Die Zuwendung stammt von der netorium AG und soll die bestehende Holz und Töpferwerkstatt zu einem modular nutzbaren Raum für forschendes Lernen weiterentwickeln.

Spende, Onlineaktion und zusätzliche Ausstattung

Die finanzielle Unterstützung geht auf die LinkedIn Aktion „We love MINT“ der netorium AG zurück. Über Interaktionen auf dem Unternehmenskanal wurden zunächst 680 Euro gesammelt; netorium rundete den Betrag auf 1000 Euro auf. Zudem stellte die Firma Moravia Consulting, die auf die Aktion aufmerksam geworden war, spontan einen Cubetto Lernroboter aus Holz zur Verfügung. Der Roboter ist für Kinder ab drei Jahren gedacht und ermöglicht einen bildschirmfreien Einstieg in das Programmieren.

Bei der Übergabe in der Kita waren unter anderem Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher sowie Vertreterinnen und Vertreter der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege, des Fördervereins der Kita, die stellvertretende Kitaleitung und Mitglieder des beteiligten Unternehmens anwesend. Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, betonte, dass das Unternehmen Freude an Technik und Entwicklung teilen und MINT Projekte fördern wolle, um Neugier und Entdeckergeist zu unterstützen. Friederike Herrmann aus dem Marketingteam erklärte, die Kampagne sei dem Unternehmen ein wichtiges Anliegen, weil sie das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern und Technologien fördere.

Praxis: MINT Arbeit in der Kita Europaviertel

Die Kita Europaviertel arbeitet seit mehreren Jahren mit einem MINT Schwerpunkt. In der Einrichtung werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in sieben Gruppen von 29 Mitarbeitenden betreut. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Freinet Konzept, das Lernen an Alltagssituationen anknüpft. Kinder beobachten, experimentieren, stellen Fragen und entwickeln Lösungen.

Ein zentrales Projekt der Einrichtung ist seit 2014 „Der Rote Koffer“, eine Kooperation mit Martin Hezel, die handwerkliche Tätigkeiten wie Sägen oder Hämmern mit Elementen früher informatischer Bildung verbindet. Zum Alltag gehören unter anderem ein Parkour für die Logo Maus, selbstgebaute Toniboxen und Experimente mit Elektronik. Seit 2020 ist die Kita als „Haus, in dem Kinder forschen“ zertifiziert; zwei weitere Zertifizierungen folgten.

Weiterentwicklung, Vernetzung und nächste Schritte

Die Spende soll die qualitative Weiterentwicklung des vorhandenen Werkstattbereichs ermöglichen. Geplant ist ein modularer Ausbau, der stärker auf forschendes Lernen ausgerichtet ist und Kindern mehr Möglichkeiten geben soll, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen selbstständig zu erkunden. Perspektivisch sollen Materialien auch anderen Einrichtungen zugänglich gemacht werden.

Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks Wer? WI? Was? Kinder forschen in und um Wiesbaden. Über dieses Netzwerk erhalten pädagogische Fachkräfte Fortbildungsangebote und Einrichtungen können sich zertifizieren lassen. Nach der Spendenübergabe wurden die nächsten Planungsschritte für das modulare MINT Labor konkretisiert; die neuen Angebote sollen schrittweise in den Kita Alltag integriert werden.

Weitere Informationen zur Einrichtung finden sich auf der Webseite der Stadt Wiesbaden: https://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft-soziales/kinder/kindertagesstaetten/kitas/staedtische-kindertagesstaette-europaviertel

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