
Zum 50. Mal trifft sich das Weinforum von Bachmanns Wein und Kultur in Eltville. Unter dem Titel Next Gen Wine: Wein im digitalen Zeitalter steht die Frage im Zentrum, wie junge Menschen Wein neu entdecken und welche Rolle Plattformen wie Instagram und TikTok dabei spielen. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 19.30 Uhr in der Mediathek Eltville.
Digitalisierung und Zugänglichkeit
Die Branche erlebt nach Einschätzung der Veranstalter einen tiefgreifenden Wandel. Junge Winzerinnen und Winzer sowie Influencerinnen und Influencer nutzen digitale Kanäle, um Wein sichtbarer und zugänglicher zu machen. Durch Inszenierung auf Social Media und persönliche Geschichten werde ein direkterer Zugang zum Kulturgut Wein geschaffen und traditionelle Barrieren könnten abgebaut werden.
Ulrich Bachmann, der das Forum leitet, will mit der Veranstaltung beleuchten, wie digitale Kommunikation den Zugang zum Wein demokratisiert und welche Zielgruppen dadurch angesprochen werden. Das Forum nimmt damit bewusst eine Zukunftsperspektive ein und verzichtet auf nostalgische Rückblicke.
Diskussionsteilnehmende und Programm
Auf dem Podium diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Erzeugung, Kommunikation und Repräsentation der Region. Dazu gehören Katharina Bausch vom Hattenheimer Weingut Hans Bausch, Vivienne Matz von der Manufaktur für Marketing und Kommunikation, die Rheingauer Weinkönigin Lena Roie sowie Marius Dillmann vom Geisenheimer Weingut Karlo Dillmann. Gemeinsam erörtern sie, warum Wein und soziale Medien kein Widerspruch sein müssen und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für Weingüter, Handel und Konsumenten ergeben.
Im Rahmen der Veranstaltung werden vier bis sechs Weine der beteiligten Betriebe verkostet. Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro, die Weinverkostung ist darin enthalten. Karten sind im Vorverkauf erhältlich.
Bedeutung für Produzenten und Konsumenten
Die Veranstaltung reiht sich in eine Serie mit aktuellen Themen ein, bei der Weininteressierte direkt mit Herstellern und Expertinnen ins Gespräch kommen können. Neben der Präsentation einzelner Philosophieen und Produkte zielt das Format darauf ab, Debatten über Vermarktung, Authentizität und Verbrauchererwartungen anzustoßen.
Wie die Debatte ausfällt und welche praktischen Konsequenzen sich für Winzerinnen und Winzer sowie Händler ergeben, wird sich auf dem Forum zeigen. Die Organisatoren erwarten, dass die Diskussionen die Vielfalt der Positionen zwischen traditioneller Weinarbeit und moderner Kommunikation sichtbar machen.
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