
Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Landeshauptstadt Wiesbaden den Bau des Erweiterungsbaus der Kohlheckschule offiziell in Gang gesetzt. Auf dem Gelände in der Kohlheckstraße 43 entsteht ein Neubau, der die bisher dreizügige Grundschule zu einer vierzügigen Schule ausbauen soll und Platz für zusätzliche Unterrichts- und Betreuungsangebote schaffen soll.
Was geplant ist
Der Neubau umfasst unter anderem eine Mensa mit Küche, die nach Angaben der Stadt rund 400 Kinder mit einem warmen Mittagessen versorgen kann. Geplant sind ferner Räume für die Ganztagsbetreuung sowie eine Doppelsporthalle, die sowohl für den Sportunterricht als auch für schulische und quartiersbezogene Veranstaltungen genutzt werden soll. Im Süden des Grundstücks ist die Halle vorgesehen, im Norden Mensa, Küche und zusätzliche Klassenräume. Eine zentrale Eingangshalle soll die Teile des Gebäudes über alle Ebenen verbinden und für kurze Wege sorgen.
Durch den Ausbau von drei auf vier Schulzüge sollen zusätzliche Kapazitäten für Unterricht und Betreuung im Stadtteil Kohlheck geschaffen werden. Die Erweiterung verlagert zudem Teile des Geländes nach Osten und Süden, anstelle des bisherigen Sportplatzes wird ein zweiter Pausenhof angelegt.
Nachhaltigkeit und Bauweise
Die Stadtverwaltung betont, dass der Neubau als Holz Massiv Hybridbau errichtet wird. Die Fassade soll aus hinterlüfteten Holzlamellen bestehen. Auf dem begrünten Retentionsdach ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 200 kWp vorgesehen. Gesammeltes Regenwasser wird in einer Zisterne gespeichert und zur Bewässerung der Außenflächen genutzt. Die Wärmeversorgung ist als Luft Wasser Wärmepumpe mit Fußbodenheizung geplant.
Baudezernent Andreas Kowol sagte, dass beim Projekt Klimaschutz von Anfang an mitgedacht werde und verwies auf Holzbauweise, Photovoltaik und Regenwassernutzung als konkrete Maßnahmen, mit denen die Stadt ihre Schulen zukunftsfest gestalten will.
Kosten, Fläche und Zeitplan
Die Planung und Umsetzung übernimmt die WiBau GmbH. Das Gebäude soll rund 3.961 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassen. Die Gesamtinvestition beträgt nach Angaben der Stadt rund 26,7 Millionen Euro. Nach dem Spatenstich am Freitag, 12. Dezember beginnen die Rohbauarbeiten. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Oberbürgermeister Gert Uwe Mende bezeichnete die Maßnahme als Investition in die Zukunft der Stadt und hob die Bedeutung zeitgemäßer Lernbedingungen hervor. Schuldezernent Dr. Hendrik Schmehl verwies darauf, dass der Ausbau des Ganztagsangebots die Anforderungen an moderne Lernorte erhöhe und neue pädagogische Möglichkeiten eröffne.
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